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DU BIST DER CHEF

von | Sep 21, 2021

Manchmal vergessen wir Menschen, wie mächtig wir sind, welche Kraft wir in uns tragen. Jeden Tag aufs Neue können wir unser Leben auf links drehen – wenn wir es wollten. Wir könnten den Job wechseln, umziehen oder die Beziehung beenden.

Viele sagen dann, „ich würde ja gerne, aber ich kann nicht“. Sie vergessen, dass sie können, aber nicht wollen.

Das, was man dafür in kauf nehmen muss, sind Konsequenzen. Aber denen will man sich lieber nicht stellen, denn das würde oftmals Verlust, Verzicht, Streit oder Auseinandersetzungen bedeuten. Und außerdem: Dieses Gefühl des „ich-kann-ja-nicht“ tut auch gut. Hauptsache nicht das Gefühl bekommen, dass wir frei sind, die Dinge in unserem Leben nach unserer Wahl zu tun.

Du träumst von einer mehrmonatigen Reise? Aber da ist ja der Job, der das nicht erlaubt? Also, eigentlich würdest du ja gerne, aber kannst nicht? Nein, du willst nicht, denn du könntest. Gut, dafür müsstest du im Extremfall den Job kündigen, das Ersparte abheben, die Wohnung auflösen und mit einer Ungewissheit zurückkommen, weil du nicht weißt, wo du Arbeit findest. ABER: Du könntest es tun, wenn du es wolltest. Du bist nur nicht bereit, Konsequenzen dafür einzugehen.

Und das ist auch gar nicht schlimm. Ich selbst bin in vielerlei Hinsicht nicht bereit, gewisse Konsequenzen für manche Wünsche oder Träume im Moment einzugehen. Wichtig ist nur, für sich zu erkennen, dass es unsere Freiwilligkeit ist, der wir uns meistens unterwerfen, wenn wir uns für gewisse Verhaltensweisen entscheiden. Wir sollten an dieser Stelle nicht irgendwelche andere Kräfte dafür verantwortlich machen.

Wir geben so gerne Ereignissen, anderen Personen, Vorgesetzten, Politikern, Familienmitgliedern oder auch eigenen Charaktereigenschaften die Verantwortung für Verhältnisse, dabei sollten wir erkennen, dass wir allein dafür verantwortlich sind. Solch eine Haltung impliziert, dass wir unser Leben tatsächlich beeinflussen können. Doch diese Haltung fängt im Geist an. Dinge für möglich zu halten ist bereits der wichtigste Schritt für eine Manifestierung dieses Gedankens oder Wunsches. Es wird dein Leben beeinflussen.

Wie schrieb ein weiser Mönch mal „Deine äußere Welt ist das Spiegelbild deiner inneren Einstellung.“

Oftmals sind Dinge so festgefahren im Leben, dass wir Druck, Ohnmacht und Stress pur fühlen. Wir haben das Gefühl, dass es keinerlei Ausweg gibt. Man fühlt sich gefangen und ausgeliefert. In einer solchen Situation den Zugang zu weiteren Optionen zu bekommen ist ein enorm wichtiger Schritt für das eigene Befinden. Handlungsmöglichkeiten sind mit das wichtigste Elixier für das richtige Gleichgewicht. Sobald wir in einer Drucksituation einen anderen Weg erkennen als den bisherigen, löst sich ein wenig das beklemmende Gefühl in der Brust, der Druck weicht, die Situation, ja das Leben fühlt sich mit einem Mal leichter und positiver an.

Doch wir sehen diese Wege oftmals nicht mehr, weil sie verbaut von Konditionierungen sind, von Routinen, von dem inneren Schweinehund, der die Komfortzone ja nicht verlassen will und dafür lieber weiter den unerträglichen Zustand im Außen akzeptiert.

Und Veränderungen sind schmerzhaft. Das, was ist, kennen wir. Das, was kommen soll, nicht. Deshalb wollen wir manchmal gar keinen Ausweg aus dem Labyrinth. Menschen klammern sich dann mit all ihren Kräften an Verneinungen, an Hindernissen und innerlichen Stopp-Schildern. Oft denken wir nur ganz großen Schritten und das macht natürlich Angst. Aber jede Veränderung beginnt im Kleinen.

Alle Kraft liegt in uns. Wir sind zu so viel mehr fähig als wir manchmal glauben. Du bist der Chef in deinem Leben, sagt ein nachdenklicher Mounir.